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Geschichte

Ausflug in die Geschichte
Bruttig-Fankel besteht nach urkundlicher Erwähnung über 1100 Jahre. Funde aus römischer und keltischer Zeit belegen, dass schon viel früher eine Besiedelung stattgefunden hat.
Ein weiterer Beleg dafür ist die römische Querverbindung zu den römischen Fernstraßen, der "Archäologische Wanderweg", der auf der Wasserscheide der Moselhänge verläuft. Hügelgräber entlang des Weges zeugen vom Vorhandensein keltischer Besiedlung.
 
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"Keltisches Gehöft"
 
Die beiden Ortsteile sind durchsetzt von einer zum Teil sehr alten Bausubstanz.
So ist die Brunnenstraße in Fankel laut dendrochronologischen Gutachten der geschlossenste Straßenzug mit Fachwerkhäusern aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts im Rheinland. Weitere Zeugen einer spätmittelalterlichen Bebauung sind das burgähnliche Christophorushaus, die Kirche und die enge Bebauung rund um das Rathaus.
 
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"Brunnenstraße" Ortsteil Fankel
 
Bruttig ist der Geburtsort des Moselhumanisten Peter Schade, der als Petrus Mosellanus Anfang des 16. Jahrhunderts Karriere als Gelehrter in Sachsen machte. Als Rektor der Universität Leipzig hielt er die Eröffnungsrede bei der Leipziger Disputation zwischen Martin Luther, Karlstadt und Dr. Eck. Mit den geistigen Größen der damaligen Zeit, Philipp Melanchton und Erasmus von Rotterdam stand er in regem Briefkontakt.
Sehenswert sind in Bruttig das Schunksche Haus aus der Spätrenaissancezeit. Das wuchtige Rathaus mit dem Treppenturm steht an exponierter Stelle an der Moselfront.
 
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"Schunksche Haus" Ortsteil Bruttig
 
"Weinbau über den Dächern von Bruttig" wird auf dem Bahndamm betrieben, der den Ort durchzieht. Das langgestreckte Bruchsteinbauwerk überspannt alle Seitenstraßen mit großen Bögen. Die Strecke, die nie fertig gebaut wurde und über die nie ein Zug fuhr, endete kurz vor Fankel.
Eine architektonische Besonderheit stellt der Schwebegiebel - häufig in Verbindung mit dem "Wilden Mann" - bei Fachwerkhäusern dar, eine Schmuckform, die besonders in Bruttig und Fankel zu finden ist.
 
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"Wohnhaus mit Schwebegiebel und dem Wilden Mann"
 
Text/Foto: Ortsgemeinde Bruttig-Fankel
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